Schutzgemeinschaft Filder - Dienstag, 18. September 2018
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Brandschutz macht den Fildertunnel zum S21-Nadelöhr

Klaus Wößner von den Ingenieuren 22 hat mit seiner neuesten Studie belegt, dass die im Stressfahrplan der Bahn aufgestellten Annahmen, in der Hauptverkehrszeit könnten 13 Züge pro Stunde den Fildertunnel passieren aus Brandschutzgründen unhaltbar ist.


Das Ergebnis in wenigen Worten: Bei einem Zugbrand in der Abwärtsfahrt 
im Fildertunnel soll alles daran gesetzt werden, den Zug noch bis in den 
Stuttgarter Tiefbahnhof zu bringen. Um dies zu gewährleisten dürfen aus 
Sicherheitsgründen nicht mehrere Züge gleichzeitig im Tunnel sein und 
dies heißt, so zeigt Klaus Wößner:

 

  • es können nicht mehr als 8 Züge pro Stunde den Tunnel abwärts befahren.

Aber:  Nach dem Stresstestfahrplan kämen in der Zeit zwischen 07:00 Uhr und 07:55 Uhr insgesamt 13 Züge durch den Fildertunnel zum Tiefbahnhof. 

Also:

 

  • Allein aus Brandschutzgründen im Fildertunnel ist die Leistungsfähigkeit des Tiefbahnhofs deutlich geringer als die im Stresstest hingetricksten 49 Züge in der Spitzenstunde.

Das Ergebnis der Untersuchung von Klaus Wößner ist eigentlich noch viel dramatischer, weil:1. Die oben genannten 8 Züge können ja nur dann in einer Stunde in den Tiefbahnhof gelangen, wennsie völlig gleichabständig über die Stunde verteilt fahren würden. Dies ist aber bei den unglaublich vielen Abhängigkeiten und Einschränkungen allein im Filderbereich niemals zu erreichen.Abgesehen von den üblichen Verspätungen gibt es Konflikte an der Rohrer Kurve und am Terminalbahnhof bei höhengleichen Fahrwegkreuzungen, dazuhin im Terminalbahnhof noch durch eingleisige Befahrbarkeit (also im Gegenverkehr), an der Wendlinger Kurve und schließlich noch beiden Einschleifungen in die Schnellbahntrasse. Nicht umsonst sagte der Gutachter der "sma" , dass der Filderberteich fahrplantechnisch fast nicht beherrschbar sei.2. Bei einem Brand in der Aufwärtsfahrt im Tunnel stellt sich alles noch unklarer dar. Soll da der brennende Zug zurück in den Tiefbahnhof rollen?

Die komplette Studie lesen Sie in anhängendem pdf Dokument

Von: Klaus Wößner