Schutzgemeinschaft Filder - Mittwoch, 26. April 2017
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Schwabenstreiche - Bürger machen Lärm gegen Stuttgart 21

  • jeden Donnerstag, 19 Uhr, Leinfelden Neuer Markt sowie 
  • jeden Montag, 19 Uhr, Hauptbahnhof Stuttgart im Rahmen der Montagsdemo (Beginn: 18 Uhr). 

An vielen Stellen Stuttgarts machen Bürger seit geraumer Zeit  täglich genau um 19 Uhr und genau 1 Minute lang Lärm, um ihrem Unmut gegen das unsägliche Projekt Stuttgart 21 lautstark Ausdruck zu verleihen.

Die Idee stammt von dem bekannten Schauspieler Walter Sittler und dem Regisseur  Volker Lösch vom Stuttgarter Theater. Wir wollen die Aktion nun auch auf die Filder tragen, denn gerade uns hier werden die Folgen von S 21 besonders hart treffen.

Ab sofort, jeden Donnerstag und Dienstag, Punkt 19 Uhr, werden wir uns diesem friedlichen Protest 1 Minute - 60 Sekunden -  lang mit Pfeifen, Tröten, Hupen, Kreischen usw. möglichst lautstark anschließen.

Treffpunkt:
Donnerstag: Leinfelden, Neuer Markt,
Alle Bürgerinnen und Bürger sind herzlich aufgefordert, mitzulärmen!

Was ist denn so schlimm an Stuttgart 21?    Hier nur einige wenige Punkte:
-  Stuttgart 21 sollte ursprünglich nichts kosten (Bezahlung durch Verkauf der freiwerdenden Gleisflächen). Bis vor einem halben Jahr sollte es 3,1 Milliarden Euro kosten, seit neuestem
4,1 Milliarden. Der Gutachter Dr. Martin Vieregg kommt bei seinen sehr seriösen Berechnungen auf 6,9 bis 8,7 Milliarden.
-  Ein im Auftrag der Landesregierung erstelltes, bisher geheim gehaltenes Gutachten (SMA Gutachten) bescheinigt dem Projekt in vielen Punkten, dass es bahnbetrieblich schlechter wäre als der bestehende Kopfbahnhof, der zu den besten und pünktlichsten Deutschlands zählt.
- Auf den Fildern sollen in Zukunft quer durch Leinfelden-Echterdingen auf den bestehenden S-Bahn-Gleisen alle Fernzüge nach Zürich donnern (die bisherige Gäubahn über Vaihingen wird still gelegt). Die S-Bahntrasse hat dafür eigentlich zu enge Tunnel, zu enge Kurven, zu nah beieinander liegende Gleise, die S-Bahnstation am Flughafen ist nicht für Fernzüge ausgelegt,  die Fluchtwege sind zu eng, es gibt eingleisige Abschnitte usw.
- Vor wenigen Wochen erteilte Verkehrsminister Ramsauer eine Ausnahmegenehmigung für die Fildertrasse -  gegen alle Sicherheitsbedenken.  Damit werden all diese Probleme fest-geschrieben und auch in einem Planfeststellungsverfahren nicht mehr zur Diskussion gestellt.
- Die zusätzliche Nutzung der bestehenden Trasse durch Fernzüge führt zu mehr Lärm (und nicht nur einmal die Woche eine Minute lang), zu mehr Erschütterungen usw. und vor allem zu einer Ausdünnung des bestehenden S-Bahntaktes und der Busanbindungen usw. usw.

Wir wollen eine Ertüchtigung des  bestehenden, hervorragend funktionierenden Kopfbahnhofs (K 21)
Dieser Zettel stammt von der „Schutzgemeinschaft Filder und kann gerne verwendet werden. Wir unterstützen die Bürgerinnen und Bürger,  die den Schwabenstreich organisieren bzw. dabei mitmachen.

Von: Gabi Visintin